Pferdeweihe 2006

 

Die Idee hatten wir schon lange im Kopf! Immer mal wieder sprachen wir über eine Pferdesegnung - wir telefonierten mit Herrn Pfarrer Tauchert, der in Gilching Tiersegnungen durchführt.

Die Ankündigung der Segnung auf dem Hof schlug wie eine Bombe ein - riesige Zustimmung und Vorfreude! Es wurde geplant: Die Reiter in schwarz/weiß, die Pferde geschmückt, ein Rundritt vor der Zeremonie, Blumenschmuck für den Stall, die Mädls backen Kuchen und Torten (es waren dann 15 Stück), der Chef spendierte 100 Auszogne und den Kaffee.

Am Freitag großes Sträußchen binden und Grünzeug aufhängen. Dann die Entscheidung zwecks schlechtem Wetter die Kaffeetafel ins Stüberl zu verlegen. Um das Kreuz alles gemäht, Zaun aufgemacht, Flieder-Schmuck auf den frisch verlegten Platten - schön anzusehen für den großen Moment!


Samstagmorgen um 5.00 Uhr in Bayern:

Platzregen - und Verzweiflung bei vielen die aufwachten und die Fluten vom Himmel stürzen hörten!

Wir werden in die Halle müssen!!!

Dann 8.00 Uhr in Gilching: 

Es hört auf zu regnen!

Jedes blaue Himmelsstückchen wird registriert - unglaublich es wird immer freundlicher!

Die Sonne zeigt sich, der Wind läßt nach!


Alles bereit: Thermoskannen gefüllt und Kaffeemaschinen startklar!

Ab 10.00 Uhr Gewusel am Hof, die Reiter polieren die Pferde und flechten und binden und schmücken und bandagieren. Einer hilft dem anderen.

Um 11.30 Uhr alle sind so gut wie fertig für die Schrittrunde ums Kleefeld: Es werden immer mehr....am Ende reiten über 20 Pferde mit!

Es geht wunderbar geordnet, nachdem der Herr Pfarrer um 12.00 Uhr noch nicht zur Stelle war, ein zweite Mal um das große Feld.


Mittlerweile viele Besucher und Freunde auf dem Hof: Fast alle Einsteller sind mit Ihren Pferden dabei, es fehlen nur die Urlauber, Wanderreiter und Turniergeher.

Wo bleibt bloß der Herr Pfarrer?

Dann kommt ein Mountainbiker angebraust, rein in den Hof. Wer ist das? Das ist der Pfarrer, der Mann hat schwarze Socken an - sagt jemand.

Er ist es: Jung, freundlich, leger, locker. In der Küche füllt er sein, in einer Flasche mitgebrachtes Weihwasser, in einen kleinen Messing-Tiegel und dann geht es auch schon los:


Bei strahlendem Sonnenschein beendet gerade rechtzeitig die Reiterabordnung die zweite Runde. Die Pferde lassen sich wunderbar um das Kreuz aufstellen. Bei der Segnung zucken die Köpfe nur ein wenig, wenn das Weihwasser spritzt, sonst bleibt alles ganz entspannt.

UND dann singt Christa ein wundervolles "Ave Maria" auf f Legendario, dass wieder einmal alle eine Gänsehaut bekommen.

Mit einem Vaterunser beendet Pfarrer Tauchert die Zeremonie am Kreuz. Den Schlusspunkt aber setzt Legendario mit einem passenden Schnaupen!


Später saßen wir beieinander, ratschten, genossen den guten Kuchen und freuten uns über das schöne Fest. Alle waren begeistert!

Wir nehmen es als gutes Omen, dass die Sonne auf all das schien und erst kurz nach 15.00 Uhr der Platzregen zurückkehrte. Die letzten Eisernen draußen unter der Pergola - Hans, Gutzi, Monika, Peter - wurden dann um 16.00 Uhr heim gewaschen!

Die Mühe hat sich wiedereinmal gelohnt: Schön, wenn alle so mit Freude dabei sind!

 

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